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	<title>Mein Italien</title>
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	<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 08:41:56 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Berlusconi heizt den Massen ein</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 22:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich in Italien w&#228;hlen d&#252;rfte, w&#252;rde ich sicherlich nicht Forza Italia meine Stimme geben, aber da Silvio Berlusconi heute  auf dem Piazza Plebiscito in Neapel aufgetreten ist, wollte ich mir das Spektakel wenigstens anschauen und hab mich unter die vielen Berlusconi-Anh&#228;nger gemischt. Der Platz war voll - und er ist wirklich nicht klein! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich in Italien w&#228;hlen d&#252;rfte, w&#252;rde ich sicherlich nicht <em>Forza Italia</em> meine Stimme geben, aber da Silvio Berlusconi heute  auf dem Piazza Plebiscito in Neapel aufgetreten ist, wollte ich mir das Spektakel wenigstens anschauen und hab mich unter die vielen Berlusconi-Anh&#228;nger gemischt. Der Platz war voll - und er ist wirklich nicht klein! Das erstaunte mich doch etwas, da Neapel und auch die Region Kampanien vom Mitte-Links-B&#252;ndnis regiert werden.</p>
<p>Bis der ehemalige Ministerpr&#228;sident sich blicken lie&#223;, musste ich mich jedoch fast zwei Stunden gedulden. In der Zwischenzeit machten eine Band und S&#228;nger mit Jazzklassikern und Latinosongs Stimmung. Je l&#228;nger das Vorprogramm jedoch dauerte, desto ungeduldiger wurden die Silvio-Sprechch&#246;re&#8230; schlie&#223;lich mussten auch noch klassische neapolitanische Lieder wie <em>&#8220;Turna a Surriento&#8221;</em> herhalten, um die Masse bei Laune zu halten.</p>
<p>Als dann endlich Berlusconi auf die B&#252;hne kam, brachen Begeisterungsst&#252;rme aus. Die Partei hatte vorher kr&#228;ftig Flaggen verteilt. Ein Fahnenmeer, Transparente, gr&#246;lende Leute&#8230; eine Atmosph&#228;re wie im Stadion beim SSC Napoli.</p>
<p>Berlusconi hat haupts&#228;chlich mit einfachen Phrasen negative Stimmung gemacht gegen Iervolino Russo (B&#252;rgermeisterin Neapels), Bassolino (Pr&#228;sident der Region Kampaniens), Prodi sowie die Regierung im Allgemeinen. Die Forderung nach Bek&#228;mpfung der illegalen Einwanderung und die Anprangerung zu hoher Steuern kamen gut an. Nat&#252;rlich hat er noch einmal seine absurde Meinung bekr&#228;ftigt, dass das Ergebnis der letzten Parlamentswahl falsch sei.    Inhaltlich hat er allerdings nicht sehr viel gesagt.
</p>
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		<title>K&#252;stenst&#228;dte und Bergd&#246;rfer im Cilento</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jul 2007 23:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Kampanien</category>

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		<description><![CDATA[Vor drei Wochen bin ich zum ersten Mal mit dem Auto im Stra&#223;enverkehr von Neapel gefahren&#8230; und es ist zum Gl&#252;ck alles gut gegangen. Zugegebenerma&#223;en war&#8217;s keine wirklich schwierige Sache, denn zum einen war Wochenende und zum anderen waren es von der Garage der Autovermietung bis zur Autobahnauffahrt nur wenige Meter. In Bahnhofsn&#228;he befinden sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor drei Wochen bin ich zum ersten Mal mit dem Auto im Stra&#223;enverkehr von Neapel gefahren&#8230; und es ist zum Gl&#252;ck alles gut gegangen. Zugegebenerma&#223;en war&#8217;s keine wirklich schwierige Sache, denn zum einen war Wochenende und zum anderen waren es von der Garage der Autovermietung bis zur Autobahnauffahrt nur wenige Meter. In Bahnhofsn&#228;he befinden sich mehrere Autovermietungen. Die angeblich g&#252;nstigste (<a title="www.maggiore.it" href="http://www.maggiore.it/index.jsp">Maggiore</a>) haben wir jedoch nicht auf Anhieb gefunden und sind statt dessen bei <a title="Zu meiner Karte bei google maps" href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;msid=102662562596858365535.000001121332b6bbb78b0&#038;ll=40.852611,14.270318&#038;spn=0.006719,0.014591&#038;z=16&#038;om=1">Hertz</a> gelandet.</p>
<p>Unser Ziel: das Cilento, eine Landschaft noch s&#252;dlich von Paestum. Bevor wir (das sind meine Ma und mein Bruder) jedoch das Cilento erreichten, sind wir nach der Abfahrt von der Autobahn (Eboli) zun&#228;chst schnurstraks zum <a title="Zu meiner Karte bei google maps" href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.550852,15.012131&#038;spn=0.215998,0.466919&#038;z=11&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.000001137ed662d91c240">Meer</a> durchgefahren. Nicht, weil wir einen gro&#223;artigen Strand erwarteten, sondern eher, um uns ein wenig im Meer zu erfrischen und dem Reiseverkehr am Samstagmorgen zu entgehen. Das Meer war herrlich wild und die Wellen hoch. Nur die Strandwacht pfiff uns zur&#252;ck und hielt uns davon ab, weiter hinauszuschwimmen, angeblich zu viel seitliche Str&#246;mung.</p>
<p>Das K&#252;sten&#246;rtchen <a title="Zu meiner Karte bei google maps" href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.311734,14.975395&#038;spn=0.108384,0.233459&#038;z=12&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.000001137ed662d91c240">Santa Maria di Castellabate</a>, nicht weit hinter Agropoli, war dann unser n&#228;chster Stopp. Dort war das Meer bedeutend ruhiger, aber leider war das Baden sehr m&#252;hsam, da der Weg ins Wasser wegen der vielen Steine und der Brandung nicht besonders leicht war. Nichts f&#252;r Kinder und &#228;ltere Leute! Stattdessen gab´s in der Strandbar aber hervorragenden Kuchen.</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/615335749/"><img width="500" height="333" alt="S. Maria di Castellabate" src="http://farm2.static.flickr.com/1322/615335749_75c5faba58.jpg" /></a></p>
<p>Weiter ging´s dann Richtung Acciaroli, um uns von dort &#252;ber schmale Bergstra&#223;en und die s&#252;&#223;en Bergd&#246;rfer Cannicchio, Pollica und Celso bis nach <a title="Zu meiner Karte bei google maps" href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.199986,15.046978&#038;spn=0.054281,0.11673&#038;z=13&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.000001137ed662d91c240">San Mauro</a> durchzuschlagen.</p>
<p>Auf den Tipp meines Vermieters steuerten wir direkt die Cooperativa &#8220;Al Frantoio&#8221;, eine Genossenschaft der &#214;lbauern, wo wir zu Abend a&#223;en. Im riesigen, gem&#252;tlich urigen Speisesaal geht es lebhaft her, die Kellner laufen sich die Hacken ab. Das Essen war super lecker, ausgefallen und bezahlbar.  Ich habe mir sogar ausnahmsweise ein <em>Primo</em>, ein <em>Secondo </em>sowie ein <em>Dolce </em>geg&#246;nnt, was ich  sonst nie mache. Der offene Wein kam aus der Umgebung und war ebenfalls gut und g&#252;nstig.</p>
<p>Eine Mitarbeiterin der Cooperativa hatte uns zuvor netterweise eine Unterkunft f&#252;r die Nacht besorgt, die wir nach kleinen Irrungen (und Verirrungen &#252;ber holprige Feldwege)  auch fanden: eine einfache, aber wirklich zauberhafte Unterkunft (25 Euro inkl. Fr&#252;hst&#252;ck, p.P. in der Nebensaison), in der uns eine nette, junge Familie mit Herz betreute. Das Fr&#252;hst&#252;ck war eher italienisch (caffè, cappuccino, frisch gepresster O-Saft und Croissant) und hat v&#246;llig ausgereicht.</p>
<p>Dies ist der Blick von der Terrasse unseres Zimmers bei <a title="www.letrequerce.info" href="http://www.letrequerce.info/default.asp">Le tre Querce</a> in San Mauro:</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/620745454/"><img width="500" height="333" alt="Cilento" src="http://farm2.static.flickr.com/1399/620745454_bf30739f59.jpg" /></a></p>
<p>San Mauro selbst ist auch ein nettes, kleines, verschlafenes Dorf:</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/620884276/"><img width="333" height="500" alt="San Mauro" src="http://farm2.static.flickr.com/1083/620884276_e28f8d1374.jpg" /></a></p>
<p>In nur kurzer Zeit haben wir die Bekanntschaft mit einigen Dorfbewohnern gemacht, durften gar einen Blick in einen Hinterhof werfen. Der Pfarrer der Dorfkirche  lud uns ein, seine Kirche anzuschauen und zeigte uns begeistert die kleinen Sch&#228;tze in Kirche und Sakristei.</p>
<p>Und was f&#252;r eine Aussicht die Kicker von San Mauro doch haben!</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/620745630/"><img width="500" height="333" alt="Bolzplatz mit Aussicht" src="http://farm2.static.flickr.com/1431/620745630_f244050a06.jpg" /></a></p>
<p>Bei unserer Fahrt hinab zur K&#252;ste hielten wir in Cannicchio an. Dieses Bergdorf kam mir noch kleiner und vertr&#228;umter vor. Wir trafen kaum Leute in den Gassen an. Der alte Herr, der erfreut war, mit Fremden zu plaudern, wurde von seiner Frau ungeduldig zum Essen gerufen.</p>
<p>Und so setzten wir schlie&#223;lich unsere Fahrt zum K&#252;stenort Acciaroli fort. Auch von Acciaroli war ich ganz begeistert, denn der Ort war zum Gl&#252;ck nicht so arg &#252;berlaufen (das mag aber auch an daran liegen, dass noch Nebensaison war). Wir g&#246;nnten uns einen Sonnenschirm am Privatstrand links vom kleinen Hafen und konnten so auf feinem wei&#223;em Sand sonnen, faulenzen und im klaren, ruhigen Meer baden. Sonderlich tief wurde das Meer zwar nicht, aber daf&#252;r musste man beim Einstieg keine l&#228;stigen Steine &#252;berwinden. Mir schien es, dass nur Italiener am Strand waren. Herrlich, sie zu belauschen!</p>
<p>Der R&#252;ckweg nach Neapel war ein wenig nervig, da wir vor allem auf der Landstra&#223;e, dem Autobahnzubringer, in den R&#252;ckfahrverkehr geraten sind und nur im Stop-and-Go vorankamen. Das h&#228;tten wir uns eigentlich denken k&#246;nnen, aber irgendwie konnten wir uns doch nicht so fr&#252;h vom Strand trennen. Besonders &#228;rgerlich war dabei, dass unglaublich viele Italiener sich nicht sch&#246;n brav auf der einspurigen Stra&#223;e ihrem Schicksal ergeben haben, sondern auf dem Randstreifen rechts sowie der Gegenspur links st&#228;ndig &#252;berholt haben.</p>
<p>Aber auch ohne Dr&#228;ngelei sind wir zwar versp&#228;tet, aber gut wieder in Neapel angekommen. Wie gut, dass die Garage von Hertz noch ge&#246;ffnet hatte und uns keinen &#196;rger machte!</p>
<p>Was f&#252;r ein Gl&#252;ck auch,  dass in meiner Nachbarschaft (Via dei Tribunali) wenigstens noch die Pizzeria Decumani ge&#246;ffnet hatte, die uns ausgehungerten Reisenden auch kurz vor Mitternacht noch eine Pizza gebacken hat. Ein kr&#246;nender Abschluss eines erlebnisreichen Wochenendes.</p>
<p><em>(Beim Klick auf eines der Bilder kann </em><em>man weitere</em><em> Fotos </em><em>vom Cilento</em><em> sehen.)</em>
</p>
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		<title>Mit der Polizia Communale durch die Sanità</title>
		<link>http://juliajanssen.de/blog/2007/07/04/mit-der-polizia-communale-durch-die-sanita/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2007 22:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

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		<description><![CDATA[Sanità ist ein Viertel in Neapel am Fu&#223;e des H&#252;gels Capodimonte, in etwa n&#246;rdlich der via Cavour, und z&#228;hlt neben Forcella angeblich zu den Hochburgen der Camorra. Ganz zu Beginn meiner Zeit in Neapel war ich bei einem Streifzug durch die Stra&#223;en schon einmal in einem Teil dieses Viertels gelandet.

Damals hatte mich ein Fischh&#228;ndler gewarnt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sanità </em>ist ein Viertel in Neapel am Fu&#223;e des H&#252;gels <em>Capodimonte</em>, in etwa n&#246;rdlich der <em>via Cavour</em>, und z&#228;hlt neben <em>Forcella </em>angeblich zu den Hochburgen der Camorra. Ganz zu Beginn meiner Zeit in Neapel war ich bei einem Streifzug durch die Stra&#223;en schon einmal in einem Teil dieses Viertels gelandet.</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/720098823/"><img width="500" height="375" alt="Sanità-viertel" src="http://farm2.static.flickr.com/1302/720098823_309bccc258.jpg" /></a></p>
<p>Damals hatte mich ein Fischh&#228;ndler gewarnt und meinte, ich solle die Gegend besser meiden, sie sei zu gef&#228;hrlich.</p>
<p>Am Sonntag war ich nun gemeinsam mit einem neapolitanischen Bekannten auf dem Weg zum <em>Capodimonte </em>(ehemaliges k&#246;nigliches Jagdschloss und heute bedeutendes Museum). In Verl&#228;ngerung der <em>via Toledo</em> l&#228;uft man &#252;ber eine Br&#252;cke, die das Zentrum mit <em>Capodimonte </em>verbindet. Raffaele schw&#228;rmte er mir beim Anblick der <em>Chiesa </em><a title="www.santamariadellasanita.it" href="http://www.santamariadellasanita.it/"><em>Santa Maria della Sanità</em></a> derart von dieser Kirche vor, dass wir unsere Pl&#228;ne kurzfristig &#228;nderten und den Aufzug von der Br&#252;cke hinab ins Sanità-Viertel nahmen.</p>
<p>Dies ist der Blick von der Br&#252;cke aus auf die <em>via Fontanelle</em>:</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/719668918/"><img width="500" height="333" alt="Sanità" src="http://farm2.static.flickr.com/1439/719668918_f58fa52104.jpg" /></a></p>
<p>Dieses Foto, das ich durch ein engmaschiges Gitter hindurch geschossen habe, sieht eigentlich ganz harmlos aus. Mein Bekannter war aus Sorge um meine Kamera (oder um sich selbst?) jedoch derart nerv&#246;s, dass ich ihm versprechen musste, die Kamera in den Stra&#223;en der Sanità in meiner Tasche zu lassen.</p>
<p>Angesichts der zahlreichen Kirchen in Neapel wird man nach einiger Zeit zwar ein wenig der Kirchenbesichtigungen &#252;berdr&#252;ssig. Santa Maria della Sanità hat mich aber deswegen begeistert, weil man durch einen Eingang hinter dem Alter in die einstige Grabeskirche und ihre Katakomben gelangt.  Diese sind lediglich mit  einer F&#252;hrung zu besichtigen, was insgesamt allerdings nur 5,- Euro kostet und sich auf jeden Fall lohnt - vor allem wenn man Italienisch versteht.</p>
<p>Da wir nun schon einmal nicht allzu weit vom  <a title="www.comune.napoli.it" href="http://www.comune.napoli.it/flex/cm/pages/ServeBLOB.php/L/IT/IDPagina/2574">Cimitero delle Fontanelle</a> entfernt waren, haben wir uns auch diesen angeschaut. Dabei handelt es sich um eine in Tuffstein geschlagene Krypta, in der Sch&#228;del und Knochen aus l&#228;ngst vergangener Zeit verwahrt werden. Ein Totenkult, der auf den ersten Blick wegen des Anblicks zahlreicher Gebeine und Totensch&#228;del etwas befremdlich wirkt, der meines Erachtens aber einen nat&#252;rlichen Umgang mit den Toten darstellt.</p>
<p>Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass wir wirklich Gl&#252;ck hatten: dieser au&#223;ergew&#246;hnliche Friedhof ist erst seit etwa einem Jahr wieder f&#252;r die &#214;ffentlichkeit zug&#228;nglich, jedoch nur samstags und sonntags von 10 bis 13 Uhr, laut website der Stadt auch nur zwischen dem 2. Juni und dem 8. Juli. (<a title="www.napoliunderground.org" href="http://www.napoliunderground.org/altre-cavita/FC0096/index.php">Hier</a> findet man auch noch interessante alte Fotos von der Zeit vor der Restaurierung). Der Eintritt war frei, und wir konnten uns sogar noch einer F&#252;hrung anschlie&#223;en. Der Guide nahm sich viel Zeit, war mit Begeisterung dabei und erz&#228;hlte uns geheimnisvoll die Geschichte eines der Sch&#228;del, desjenigen des <em>Capitano</em>.</p>
<p><em><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/719669584/"><img width="500" height="333" alt="Cimitero delle Fontanelle" src="http://farm2.static.flickr.com/1009/719669584_8e7440a079.jpg" /></a></em></p>
<p>Am Ende der F&#252;hrung kam ich ins Gespr&#228;ch mit Mitarbeitern der <em>Polizia Communale</em>, so einer Art Stadtpolizei, die u.a. das Gel&#228;nde absichert. Sie meinten, es sei zu gef&#228;hrlich f&#252;r uns, durch die <em>Sanità </em>zu laufen - vor allem mit meiner Kamera.  Sie boten uns daher an, uns aus dem Viertel &#8220;hinauszuchauffieren&#8221;, was ich dann  - nun doch ein wenig besorgt - dankend annahm. Und so konnte ich das so verrufene Viertel durch die Fensterscheibe des Polizeiwagens hindurch in Ruhe betrachten.</p>
<p>Die Polizisten waren sogar so nett, uns gleich bis zum <em>Capodimonte </em>zu bringen. Letztendlich hatte ich also doch noch Gelegenheit, mich in dem riesigen Kunstmuseum sowie dem Park umzuschauen.
</p>
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		<title>Der &#8220;Postino-Strand&#8221; auf Procida</title>
		<link>http://juliajanssen.de/blog/2007/06/29/der-postino-strand-auf-procida/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 21:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Procida</category>

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		<description><![CDATA[Zum Gl&#252;ck hat es sich in Neapel inzwischen etwas abgek&#252;hlt, so dass am kommenden Wochenende &#8220;nur&#8221; ca. 29 Grad erwartet werden. Am vergangenen Wochenende war es bei weit &#252;ber 30 Grad in der Stadt kaum auszuhalten, so dass ich am Sonntag nach Procida, die kleinste der drei Inseln im Golf von Neapel, gefl&#252;chtet bin. Mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Gl&#252;ck hat es sich in Neapel inzwischen etwas abgek&#252;hlt, so dass am kommenden Wochenende &#8220;nur&#8221; ca. 29 Grad erwartet werden. Am vergangenen Wochenende war es bei weit &#252;ber 30 Grad in der Stadt kaum auszuhalten, so dass ich am Sonntag nach Procida, die kleinste der drei Inseln im Golf von Neapel, gefl&#252;chtet bin. Mit der Autof&#228;hre (Caremar, hin und zur&#252;ck ca. 15 Euro) ist es zwar langsamer, aber etwas g&#252;nstiger als mit dem Schnellboot.</p>
<p>Die Insel Procida ist gl&#252;cklicherweise vom Massentourismus noch verschont geblieben. Nat&#252;rlich ist es kein Geheimtipp, aber man trifft haupts&#228;chlich Neapolitaner und Individualreisende. Schon im Hafen merkt man den Unterschied zur Marina Grande auf Capri: Ich hab mich bei einem Obsth&#228;ndler zu zivilen Preisen mit Proviant versorgt, und die Preise in der Bar, in der ich einen <em>caffé </em>getrunken habe, waren mit denjenigen in Neapel vergleichbar.</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/663719951/"><img width="500" height="375" alt="Marina di Procida" src="http://farm2.static.flickr.com/1033/663719951_b588707de3.jpg" /></a></p>
<p>Die Marina von Procida ist herrlich unglamour&#246;s, der abgebl&#228;tterte Putz der H&#228;user wirkt charmant und die kleinen Fischerboote im Hafen authentisch. Der kleine Ort l&#228;dt wirklich  zum Verweilen ein.</p>
<p>Dennoch wollte ich mich m&#246;glichst schnell im Meer erfrischen, so dass ich relativ z&#252;gig mit dem Bus zum Strand <a title="Meine Karte bei google maps" href="http://maps.google.de/maps/ms?ie=UTF8&#038;hl=de&#038;msa=0&#038;ll=40.759871,14.020786&#038;spn=0.026915,0.058365&#038;z=14&#038;om=1&#038;msid=102662562596858365535.0000011379955b4c53651"><em>Pozzo vecchio</em></a>  gefahren bin. Der Weg zum Strand ist auch gut zu Fu&#223; machbar, gut 30 Minuten. <em>Pozzo vecchio</em>  hat inzwischen Ber&#252;hmtheit erlangt, da dort Szenen des wirklich s&#252;&#223;en Films &#8220;<em>Il Postino</em>&#8221; (Der Postmann) von und mit Massimo Troisi sowie mit Philippe Noiret gedreht wurden. Auch noch weitere Szenen des Films wurden auf Procida gedreht, worauf die Inselbewohner sehr stolz sind.</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/663719507/"><img width="500" height="375" alt="Pozzo Vecchio" src="http://farm2.static.flickr.com/1418/663719507_20718c8acf.jpg" /></a></p>
<p>Der Strand hat mir super gut gefallen: schnuckelige Bucht, Sandstrand (leider schwarzer Sand, was den Nachteil hat, dass er bei gro&#223;er Hitze gl&#252;hend hei&#223; wird), kostenlos (sofern man auf Sonnenschirm und Strandliege verzichtet), sauberes Wasser, leichter Zugang zum Wasser (nur einige Steine w&#228;hrend der ersten zwei Meter, danach angenehmer Sandboden). Im Abendlicht hat der Strand - wie so viele Str&#228;nde - eine ganz besondere Atmosph&#228;re:</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/663719545/"><img width="500" height="375" alt="Pozzo vecchio im Abendlicht" src="http://farm2.static.flickr.com/1141/663719545_01dc1cbb24.jpg" /></a></p>
<p>Leider musste ich zusehen, die letzte F&#228;hre nach Neapel um 20 Uhr zu bekommen, jedoch nicht, ohne vorher in der Strandbar noch eine erfrischende <em>Granita di limone </em>(Zitronensaft mit viel crushed ice) zu l&#246;ffeln.
</p>
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		<title>La Traviata im Teatro di San Carlo</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2007 22:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

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		<description><![CDATA[Bevor die Sommerpause im Teatro San Carlo anf&#228;ngt, wollte ich wenigstens eine Oper dort gesehen und geh&#246;rt haben. Immerhin ist es das &#228;lteste B&#252;hnenhaus Europas und hat einen guten Ruf.  F&#252;r Studenten und Leute unter 30 gibt es ab einer Stunde vor Beginn der Auff&#252;hrung Last-Minute-Eintrittskarten f&#252;r nur 15 Euro (ich gebe zu, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor die Sommerpause im <a title="www.teatrosancarlo.it" href="http://www.teatrosancarlo.it/home.html">T</a><a title="www.teatrosancarlo.it" href="http://www.teatrosancarlo.it/home.html">eatro San Carlo</a> anf&#228;ngt, wollte ich wenigstens eine Oper dort gesehen und geh&#246;rt haben. Immerhin ist es das &#228;lteste B&#252;hnenhaus Europas und hat einen guten Ruf.  F&#252;r Studenten und Leute unter 30 gibt es ab einer Stunde vor Beginn der Auff&#252;hrung Last-Minute-Eintrittskarten f&#252;r nur 15 Euro (ich gebe zu, dass ich ein wenig gefuscht habe, <em>alla napoletana, </em>wie meine Kollegen meinten). Ich habe also mit einer Loge in der f&#252;nften von sechs Etagen Vorlieb nehmen m&#252;ssen: Vogelperspektive. Aber das war f&#252;r mich als nur gelegentliche Operng&#228;ngerin v&#246;llig ausreichend. Ich empfand es schon als etwas Besonderes, in einer Loge zu sitzen und hatte von oben immerhin einen hervorragenden &#220;berblick:</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/640886199/"><img width="500" height="375" alt="Oper San Carlo Napoli" src="http://farm2.static.flickr.com/1310/640886199_ec242015d9.jpg" /></a></p>
<p>So konnte ich w&#228;hrend der Vorf&#252;hrung auch mal meinen Blick in den Orchestergraben und ins Publikum schweifen lassen: ein Meer lauter F&#228;cher. Selbst einige pausierende Musiker f&#228;cherten sich mit ihren Noten Luft zu. Es war wirklich ziemlich warm im Saal.</p>
<p>Die Handlung von Verdis &#8220;La Traviata&#8221; (w&#246;rtlich: Die vom Weg Abgekommene) ist - wie die meisten Opern - in nur wenigen S&#228;tzen erz&#228;hlt: Er ist aus gutem Hause, sie ist eine Edel-Prostituierte. Sie lieben sich, jedoch ist sein Vater dagegen, so dass sie ihren Geliebten unter falschem Vorwand verlassen muss. Sie erkrankt schwer und stirbt langsam. Jedoch noch vor ihrem Tod finden die Liebenden zueinander.</p>
<p>Die Inszenierung wurde zwar von einigen Leuten kr&#228;ftig ausgebuht (vielleicht war´s ihnen zu traditionell), aber die Operns&#228;nger und die Musiker wurden begeistert beklatscht. Mir selbst hat der Operabend insgesamt extrem gut gefallen. Das Ambiente ist kaum zu schlagen. In den beiden Pausen zwischen den Akten kann man im gro&#223;en Garten Luft schnappen, mit Blick auf das Castel Nuovo. Oder man flaniert im Foyer und in den G&#228;ngen umher, kann sogar einen Blick in die K&#246;nigsloge werfen. Die Karte f&#252;r 15 Euro war also ein Schn&#228;ppchen, so dass ich mir nach der Vorf&#252;hrung im gegen&#252;berliegenden traditionellen Kaffeehaus <em>Gambrinus </em>noch einen <em>Shekerato</em> (eine Art Espresso-Shake, also Mini) f&#252;r halsabschneiderische 4 Euro geg&#246;nnt habe.
</p>
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		<title>Napoli va in serie A</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jun 2007 22:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

		<category>Italian Lifestyle</category>

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		<description><![CDATA[Un pazzesco! Ganz Napoli war gestern aus dem H&#228;uschen, als um gegen 17 Uhr feststand, dass gli azzurri in die Serie A aufgestiegen sind. Nach sechs Jahren, zwischenzeitlich sogar in der dritten Liga, der Serie C, haben sie es endlich wieder zur&#252;ck in die K&#246;nigsliga des italienischen Fu&#223;balls geschafft. Dies erstaunt umso mehr, da der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Un pazzesco! </em>Ganz Napoli war gestern aus dem H&#228;uschen, als um gegen 17 Uhr feststand, dass <em>gli azzurri</em> in die <em>Serie A</em> aufgestiegen sind. Nach sechs Jahren, zwischenzeitlich sogar in der dritten Liga, der <em>Serie C</em>, haben sie es endlich wieder zur&#252;ck in die K&#246;nigsliga des italienischen Fu&#223;balls geschafft. Dies erstaunt umso mehr, da der Verein vor drei Jahren noch pleite war.</p>
<p>Bis zum letzten Spieltag gestern war es noch super spannend. Napoli ben&#246;tigte mindestens ein Unentschieden f&#252;r einen sicheren Aufstieg, was gegen den Gegner Genoa gar nicht so selbstverst&#228;ndlich war. Daher waren die Stra&#223;en Neapels gestern nach dem Anpfiff um 15 Uhr fast wie ausgestorben. Die Gesch&#228;ftsleute hatten ihre L&#228;den, Bars und Restaurants &#252;berwiegend ab Nachmittag geschlossen. Viele Neapolitaner zogen sich in ihre H&#228;user zur&#252;ck, um dort am heimischen Fernseher die Partie zu verfolgen.  Einige andere hatten sich vor den wenigen ge&#246;ffneten Bars um den Fernseher versammelt. Wiederum andere waren ins Stadion &#8220;San Paolo&#8221; gefahren, wo f&#252;r die Fans eine Gro&#223;leinwand aufgebaut war.Schon w&#228;hrend der Partie wurde wild geknallt, zwei Mal h&#246;rte ich laute Freudenschreie, so dass ich dachte, Napoli sei in F&#252;hrung gegangen. Dabei hie&#223; es am Ende 0:0, was ja f&#252;r Napoli ausreichte. &#220;brigens auch f&#252;r Genoa, die mit ein wenig Gl&#252;ck als Dritter ohne Playoff aufsteigen.</p>
<p>Mit dem Abpfiff war es mit der Ruhe in der Stadt vorbei. Laute Knaller schallten durch die Gassen, die mich regelrecht zusammenschrecken lie&#223;en. Nach und nach schwangen sich die Leute auf ihre Roller, setzten sich in und auf ihre Autos, bev&#246;lkerten hupend und tr&#246;tend die Stra&#223;en. Zu dritt, zu viert, sogar zu f&#252;nft (dann allerdings mit Kindern) auf den Rollern war keine Seltenheit. Die Stadt  geriet in einen Freudentaumel und versank in den Farben hellblau und wei&#223;: riesige Fahnen wurden geschwenkt, geschminkte Gesichter, blaue Perr&#252;cken,  blau angemalte Autos, Maskottchen auf den Autos.</p>
<p>Hier sind einige Eindr&#252;cke:</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/539773919/"><img width="478" height="500" alt="Napoli - Aufstieg in die serie A" src="http://farm2.static.flickr.com/1303/539773919_397c6d247d.jpg" /></a></p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/539672268/"><img width="500" height="423" alt="Napoli - Aufstieg in die serie A" src="http://farm2.static.flickr.com/1063/539672268_006f801822.jpg" /></a></p>
<p><img width="500" height="333" alt="Napoli - Aufstieg in die serie A" src="http://farm2.static.flickr.com/1220/539636778_0a61a7141c.jpg" /></p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/539636910/"><img width="500" height="333" alt="Napoli - Aufstieg in die serie A" src="http://farm2.static.flickr.com/1425/539636910_8014eeabff.jpg" /></a></p>
<p>(mehr Fotos sieht man bei flickr, wenn man auf eines der Fotos klickt).</p>
<p>Ich habe selten so viele gl&#252;ckliche, freudestrahlende, ausgelassene Menschen auf einem Haufen gesehen. Diese Freude war so ansteckend, dass  ich den Fans begeistert zur&#252;ckwinkte!</p>
<p>Die Roller- und Autocorsos schienen gar nicht abzurei&#223;en, sondern sogar immer mehr zu werden. Wer zum Flughafen wollte (wie auch mein Besuch aus Deutschland) war gut beraten, ab dem Bahnhof ein  Taxi zu nehmen, da auch der Flughafenbus nicht mehr durch die blockierten Stra&#223;en kam. Die Party ging f&#252;r viele noch bis tief in die Nacht weiter. Man h&#246;rte und sah unz&#228;hlige Klein-Feuerwerke. Selbst um 02.30 Uhr noch! Unglaublich! Solche passionierten Fans wie Napoli hat wohl kaum ein anderer Verein.</p>
<blockquote><p>Nachtrag: Wer auch mal h&#246;ren will, was gestern auf Neapels Stra&#223;en los war, kann sich hier noch zwei Kurzfilme anschauen/-h&#246;ren, die ich mit meiner Kleinbildkamera gemacht habe:</p>
<p><a title="Napoli Fans auf der Piazza Garibaldi" href="http://de.sevenload.com/videos/kZBU2yK/Napoli-in-serie-A-Piazza-%3Cp%3E%3Ca%20xhref=">Piazza Garibaldi</a></p>
<p><a title="Napoli Fans am Piazza Bovio" href="http://de.sevenload.com/videos/MJDA2vM/Napoli-Serie-A-Piazza-Bovio">Piazza Bovio</a></p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Katzensprung entfernt von der Serie A</title>
		<link>http://juliajanssen.de/blog/2007/06/09/ein-katzensprung-entfernt-von-der-serie-a/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Jun 2007 06:28:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

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		<description><![CDATA[Am kommenden Sonntag, also morgen, ist der letzte Spieltag der Serie B in Italien. Nach dem Sieg letzte Woche gegen Lecce ist Napoli inzwischen auf Platz 2 vorgerr&#252;ckt, dicht gefolgt von Genua. Die Serie A ist f&#252;r Napoli also in greifbare N&#228;he ger&#252;ckt. Dennoch wird das morgen f&#252;r die azzurri alles andere als ein Kinderspiel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag, also morgen, ist der letzte Spieltag der Serie B in Italien. Nach dem Sieg letzte Woche gegen Lecce ist Napoli inzwischen auf Platz 2 vorgerr&#252;ckt, dicht gefolgt von Genua. Die Serie A ist f&#252;r Napoli also in greifbare N&#228;he ger&#252;ckt. Dennoch wird das morgen f&#252;r die <em>azzurri </em>alles andere als ein Kinderspiel, denn der Gegner hei&#223;t ausgerechnet Genua, und dar&#252;ber hinaus wird ausw&#228;rts gespielt.</p>
<p>Die neapoletanischen <em>tifosi</em> sind sich aber sicher, dass Napoli den Sprung in die Serie A schafft. Die Stra&#223;en der Stadt sind bereits in den Vereinsfarben hellblau und wei&#223; geschm&#252;ckt.</p>
<p><a title="Photo Sharing" href="http://www.flickr.com/photos/juliajanssen/536795314/"><img width="375" height="500" alt="Napoli Partyvorbereitungen" src="http://farm2.static.flickr.com/1336/536795314_29ba4e04be.jpg" /></a></p>
<p>Wenn&#8217;s also klappt, wird ganz Neapel morgen Kopf stehen.
</p>
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		<title>Die Neapoletaner: neugierig und freundlich</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 17:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

		<category>Italian Lifestyle</category>

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		<description><![CDATA[Nach einem guten Monat in Neapel f&#252;hle ich mich tats&#228;chlich etwas heimisch hier. Das verdanke ich zum gro&#223;en Teil den Neapolitanern. Diejenigen, die ich bisher kennengelernt habe, sind n&#228;mlich extrem freundlich, fast schon famili&#228;r.
Die Gesch&#228;ftsleute, zum Beispiel. Nat&#252;rlich wollen sie Gesch&#228;fte machen, so dass es dazu geh&#246;rt, freundlich zu sein. Und nat&#252;rlich komme ich leicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem guten Monat in Neapel f&#252;hle ich mich tats&#228;chlich etwas heimisch hier. Das verdanke ich zum gro&#223;en Teil den Neapolitanern. Diejenigen, die ich bisher kennengelernt habe, sind n&#228;mlich extrem freundlich, fast schon famili&#228;r.</p>
<p>Die Gesch&#228;ftsleute, zum Beispiel. Nat&#252;rlich wollen sie Gesch&#228;fte machen, so dass es dazu geh&#246;rt, freundlich zu sein. Und nat&#252;rlich komme ich leicht mit ihnen ins Gespr&#228;ch, da ich mit meinem Akzent auffalle, sobald ich drauflos plapper. Dann kommt n&#228;mlich immer schnell die Frage: <em>&#8220;Di dove sei?&#8221;</em>.  Wenn ich dann preisgebe, dass ich Deutsche bin, schlie&#223;en sich fast immer weitere Fragen an: Was ich denn hier mache, wie lange ich schon hier bin, wie lange ich bleibe, wie mir die Stadt gef&#228;llt usw. Zum Gl&#252;ck geht das Gespr&#228;ch dann immer auf Italienisch weiter - was vermutlich daran liegt, dass die Gesch&#228;ftsleute hier in der Regel (wenn &#252;berhaupt) nur sehr schlecht Englisch sprechen k&#246;nnen.</p>
<p>Man wird &#252;brigens in der Regel von Anfang an geduzt, was die Distanz und F&#246;rmlichkeit sofort angenehm verringert.</p>
<p>Die wohl markanteste Eigenschaft der Neapolitaner ist ihre Neugierde. Da die Gesch&#228;fte hier &#252;berwiegend sehr klein sind, und da die Napolitaner sehr gesellig sind, stehen die Gesch&#228;ftsleute (sofern keine Kundschaft da ist) immer drau&#223;en auf der Stra&#223;e, beobachten das Treiben und halten hier und da einen kleinen Plausch. Das ist sehr angenehm, denn so kenne ich inzwischen einige Leute in meiner Nachbarschaft sowie in der Stra&#223;e, in der sich meine Kanzlei befindet.</p>
<p>Gleich nach meinem ersten Arbeitstag in der Kanzlei beispielsweise habe ich mich in die H&#228;nde einer napoletanischen <em>parrucchiera</em> (Friseurin) begeben. Die schon etwas &#228;ltere Dame, Elisa, und ihre junge Angestellte, Anna, waren hoch erfreut, eine deutsche Kundin zu haben und fragten mich neugierig aus.</p>
<p>Ein anderes Mal habe ich mich in einem Laden umgeschaut, der <em>Limonè</em> hei&#223;t und alle m&#246;glichen Produkte aus Zitronen und Limetten herstellt (via dei Tribunali). Der Inhaber zeigte mir stolz, wie er den <em>Limoncello</em>, einem f&#252;r diese Gegend typischen <em>digestivo</em>, herstellt. Au&#223;erdem lie&#223; er es sich nicht nehmen, mir eine kleine Geschichtsstunde &#252;ber den griechischen Ursprung Neapels zu geben.</p>
<p>Die Spielzeugwaren-Verk&#228;uferin, bei der ich letztens anl&#228;sslich der Geburtstagsfeier f&#252;r die Kinder meines Chefs Geschenke gekauft habe, meinte: &#8220;Du bist doch bei dem Anwalt. Ich mach dir einen guten Preis.&#8221; (Der Rechtsanwalt Scognamiglio hei&#223;t hier in der Stra&#223;e &#252;brigens nur <em>avvocato</em>. Dann wei&#223; schon jeder Bescheid.)</p>
<p>Ein Blumenh&#228;ndler in meiner Nachbarschaft diskutierte mit mir &#252;ber die Qualit&#228;t der Rosen aus Deutschland. Mein fast schon Stamm-Gem&#252;seh&#228;ndler gab mir letztens noch einen Bund Basilikum dazu. Die Kassiererin der Kaffeebar <em>Di Lorenzo</em>, bei der unser Studio Legale den <em>caffè</em> bestellt, winkt mir manchmal freudig zu.</p>
<p>Und so k&#246;nnte ich noch viele weitere Beispiele nennen. Obwohl Neapel eine Gro&#223;stadt ist, kommt die Stadt mir manchmal vor wie ein gro&#223;es Dorf.</p>
<p> 
</p>
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		<title>Kino: Notturno bus</title>
		<link>http://juliajanssen.de/blog/2007/06/04/kino-notturno-bus/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jun 2007 22:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

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		<description><![CDATA[Letztens war ich zum ersten Mal in Italien im Kino. Bei mir in der N&#228;he ist das Modernissimo, ein relativ kleines Kino mit 4 S&#228;len. Fluch der Karibik und Spiderman 3 kamen schon deshalb nicht in Frage, da ich auf jeden Fall einen original italienischen Film sehen wollte. Meine Mitbewohnerin Eni und ich entschieden uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens war ich zum ersten Mal in Italien im Kino. Bei mir in der N&#228;he ist das <a title="http://www.modernissimo.it/" href="http://www.modernissimo.it/">Modernissimo</a>, ein relativ kleines Kino mit 4 S&#228;len. Fluch der Karibik und Spiderman 3 kamen schon deshalb nicht in Frage, da ich auf jeden Fall einen original italienischen Film sehen wollte. Meine Mitbewohnerin Eni und ich entschieden uns also f&#252;r <em>Notturno bus</em>.</p>
<p><em>Notturno bus</em> ist eine herrlich heitere Kom&#246;die von Davide Marengo, mit Giovanna Mezzogiorno und Valerio Mastandrea in den Hauptrollen. Die Protagonistin Leila fuscht sich so durch&#8217;s Leben mit kleinen Diebst&#228;hlen und L&#252;gen. Als sie eines Nachts &#252;berraschend einen Koffer voller Geld und einen wichtigen Mikrochip erbeutet, ger&#228;t sie in die Quere von brutalen Kriminellen. Sie t&#252;rmt mit einem Nachtbus und lernt dadurch den Busfahrer Franz kennen. Dieser l&#228;sst sich von Leila einspannen. Dadurch ger&#228;t aber auch er ins Visier der Gauner. Bis auf die Verfolgungsjagd per Bus hat mir der Film ganz gut gefallen. Ich habe auch erstaunlich viel verstanden - wenn auch nicht jedes Wort. Insgesamt ist es zwar kein unvergesslicher Film, aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam.</p>
<p>Das <em>Modernissimo </em>selbst war vergleichbar mit einem deutschen Programmkino: kleiner Kinosaal und kleine Snackbar mit g&#252;nstigen Getr&#228;nken. Die Kinokarte kostete f&#252;r mich 7 Euro, also wie bei uns. Eni brauchte nur 3 Euro zahlen, da sie noch einen Studentenausweis hatte. Super-g&#252;nstig! In K&#246;ln und Bonn gibt es so einen Studentenrabatt leider nicht. Ich wei&#223; nicht, wie das in anderen deutschen St&#228;dten ist.</p>
<p>Es gibt noch einen weiteren Unterschied zum deutschen Kino: der Film wurde etwa nach der H&#228;lfte f&#252;r ca. 5 Minuten unterbrochen. Raucherpause? Bei uns habe ich das nur bei extrem langen Filmen erlebt, wie beispielsweise &#8220;Herr der Ringe&#8221;. Bei einem Film von 104 Minuten finde ich das unn&#246;tig, sogar st&#246;rend. Meine Kollegen haben mir sp&#228;ter erz&#228;hlt, dass eine Pause in kleinen Kinos in Italien &#252;blich ist, nicht hingegen in den gro&#223;en Kinokomplexen.
</p>
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		<title>Beim italienischen Notar</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2007 08:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		
		<category>Neapel</category>

		<category>Mein Referendariat</category>

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		<description><![CDATA[Gestern hat mich mein Ausbilder, Giovanni, mit zu einem Notartermin genommen. Es sollte ein Kaufvertrag &#252;ber ein Grundst&#252;ck auf Capri abgeschlossen und beurkundet werden. Der K&#228;ufer, ein Finne, hatte die Kanzlei bevollm&#228;chtigt, ihn in dem Termin zu vertreten.
Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht einmal in Deutschland beim Notar war. W&#228;hrend unserer Ausbildung hat uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern hat mich mein Ausbilder, Giovanni, mit zu einem Notartermin genommen. Es sollte ein Kaufvertrag &#252;ber ein Grundst&#252;ck auf Capri abgeschlossen und beurkundet werden. Der K&#228;ufer, ein Finne, hatte die Kanzlei bevollm&#228;chtigt, ihn in dem Termin zu vertreten.</p>
<p>Ich muss gestehen, dass ich bisher nicht einmal in Deutschland beim Notar war. W&#228;hrend unserer Ausbildung hat uns ein Notar lediglich eine Einf&#252;hrung zum Thema Vertragsgestaltung gegeben. Aus Erz&#228;hlungen wei&#223; ich, dass der deutsche Notar den Vertrag in der Regel runterrattert und dass man - erst recht als juristischer Laie - l&#228;ngst nicht alles versteht. So &#228;hnlich war das gestern: Obwohl ich den Vertragsentwurf vor mir liegen hatte, hatte ich gro&#223;e Schwierigkeiten zu folgen. Das lag sicherlich zum Teil auch daran, dass ich nicht so gut Italienisch spreche. Aber ich hatte den Eindruck, dass die Notarin ganze W&#246;rter &#252;bersprang. Die Neapolitaner sind im Schnellsprechen und Silbenverschlucken sowieso Meister - das machen sie auch im Alltag.</p>
<p>Das beurkundete Original sah dann doch etwas anders aus als bei uns: Es wurde auf liniertem Papier gedruckt, gestempelt und lediglich mit einer Papierkante versehen, welche links an die Seiten geheftet wurde. Die Urkunde machte also nicht so viel her wie in Deutschland, wo sie mit einer feinen Kordel zusammengehalten und einem schicken Siegel versehen wird.</p>
<p>Insgesamt war ich aber sehr angetan von der Notarin, denn sie hat wirklich gute Arbeit geleistet. Ein Passus im Vertrag gefiel ihr nicht, da er zu gro&#223;e Risiken f&#252;r den finnischen K&#228;ufer barg. Der Verk&#228;ufer wollte f&#252;r sich sowie <em>tutta la famiglia</em> f&#252;r kommende Generationen das Recht sichern, auf dem Grundst&#252;ck ein Auto parken zu d&#252;rfen. Die Notarin &#228;u&#223;erte ihre Bedenken &#252;ber die Weitl&#228;ufigkeit der Klausel, beriet die Parteien und machte sich f&#252;r eine andere, eingeschr&#228;nkte Formulierung stark. Sie war ihr Geld also wert.
</p>
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